Die mobile Zukunftswerkstatt
Die mobile Zukunftswerkstatt (MobiZ) ist eine von Jugendlichen moderierte Schulentwicklungsveranstaltung, deren Ziel es ist, Schule zu reflektieren und mit neuen Projekten und Ideen zu verändern.
Die Methode basiert dabei auf einer von Robert Jungk in den 60er Jahren entwickelten Methode, der Zukunftswerkstatt. Bei dieser Methode steht im Zentrum die Einteilung des Prozesses in drei Teile: Zu erst die Kritikphase, in der eine umfassende Reflektion und Bewertung des Ist-Standes stattfindet. Darauf folgt die Visionsphase, in der nun ohne den Anspruch auf Realisierbarkeit Wünsche als Reaktion auf die Kritikphase formuliert werden. In der dritten Phase, der Realisierungsphase, ist das Ziel realisierbare Projekte zu entwickeln, um den erträumten Zustand näher zu kommen.
An der MobiZ sind das besonders bemerkenswerte die jugendlichen Moderatoren, die zum Großteil noch selbst im Schulalltag stecken und den meisten Erwachsenen in Sachen Spontaneität und Kreativität meilenweit voraus sind. Die sogenannten MobiZ-Piloten haben einige Erfahrungen mit Projektarbeit und eine umfassende Moderationsausbildung, durch die sie sich erfolgreich als Vermittler und Initiatoren einbringen.
Die ersten beiden Modell-MobiZen an einer weiterführenden Schule in Hasbergen und einer Grundschule in Berlin haben gezeigt, dass Jugendliche nicht nur eine erfolgreiche Planung und Durchführung einer solchen Schulentwicklungsveranstaltung möglich machen, sondern auch sehenswerte Ergebnisse aus den dreitägigen Prozessen herauskamen. Diese gingen von neuen AG-Angeboten über räumliche Umgestaltung bis hin zu einem frischen schulischen "Wir-Gefühl" und haben die Erwartungen so mindestens erfüllt.
Mehr Informationen zur MobiZ gibt es per Email unter mobiz@jugendbeteiligung.info oder per Telefon unter 030 290 468 15.

