"get up!" EU-Kommission unterstützt Beteiligungskampagne für Kinder und Jugendliche in Sachsen-Anhalt
Frohe Botschaft aus Brüssel: Die Europäische Kommission hat die Beteiligungskampagne für Kinder und Jugendliche "get up!" in ihr Förderprogramm aufgenommen. Von mehr als 500 Projektanträgen aus ganz Europa fiel die Wahl auf die Partizipationskampagne in Sachsen-Anhalt. Von der EU werden 100.000 Euro in das Projekt fließen. Das Sozialministerium steuert bis 2005 rund 280.000 Euro bei. Konzeption und Umsetzung liegen bei der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft Start.
Als Projekte sind an die Kampagne unter anderem angekoppelt und werden aus den zur Verfügung stehenden Geldern gefördert: "Wir sind gefragt" (Träger: Bildungswerk Sachsen-Anhalt), "Kunst und Partizipation" (Träger: Landesvereinigung kulturellen Jugendbildung), Jugendforum (Träger: Stadt Magdeburg), "Kinderredaktion Sachsen-Anhalt" (Träger Landesvereinigung kulturelle Jugendbildung). Sozialminister Gerry Kley wird am Mittwoch, den 25. Februar 2004, in Magdeburg den offiziellen Startschuss zur Kampagne geben.
Minister Gerry Kley betonte, dass die Zusage aus Brüssel zeige, dass Sachsen-Anhalt im europäischen Vergleichsmaßstab konkurrenzfähig sei: "Die Kampagne wird die Kinder- und Jugendarbeit im Land stärken und Jugendliche ermuntern, sich aktiv einzumischen, und das auf allen Ebenen unseres gesellschaftlichen Lebens."
Ziel von "get up!" ist es, das Engagement junger Menschen zu fördern und sie zu ermutigen, ihre Interessen und Kompetenzen im kommunalen Bereich, in der Freizeit, Schule oder Berufsausbildung stärker einzubringen. Jugendstudien, wie zum Beispiel die Shell-Studie, belegen, dass die Bereitschaft zu politischem Engagement bei jungen Menschen groß ist, wenn es darum geht, sich für konkret greifbare Themen in ihrem Lebensumfeld einzusetzen.
Deshalb richtet sich "get up!" nicht allein an Kinder und Jugendliche. "Erwachsene sind, wenn es um das Thema "Partizipation" geht, unsere wichtigste Zielgruppe", erläutert Ricarda Künstner von der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft Start, die vom Land mit der Konzeption und Umsetzung der Kampagne beauftragt ist. Jugendliche brauchten mehr gezielte Unterstützung und Begleitung durch Verantwortliche in Schule, Politik und Gesellschaft, um zu erfahren, was ihre Einmischung in Gesellschaft, Politik und Kultur bewirken könne, fordert die Diplom-Pädagogin.
Das Partizipationsbüro Sachsen-Anhalt in Bernburg, das seinen Service mit der EU-Förderung noch erweitern kann, steht Jugendlichen und Erwachsenen mit praktischen Tipps zur Seite, vermittelt Referenten oder nennt Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner aus anderen Beteiligungsprojekten für den fachlichen Austausch. Im Mittelpunkt der Kampagne stehen Qualifizierungen: Jugendlichen und Erwachsenen bietet "get up!" ab Frühjahr 2004 eine Reihe von Fortbildungen und Seminaren an. Neue Impulse, Kinder- und Jugendbeteiligung eigenverantwortlich in die Praxis umzusetzen gibt es für Mitarbeiter in Jugendclubs. Jugendliche können sich fit machen in Methodik, Recht und Rhetorik. Und auch Akteure aus Verwaltung und Politik erhalten das Angebot, sich in Sachen Kinder- und Jugendbeteiligung weiterzubilden.
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get up! - Partizipation in Sachsen-Anhalt
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