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Pakt und Perspektiven: Die Jugendminister haben getagt

Unter dem Vorsitz von Ursula von der Leyen kamen am 16.02.2007 die Jugendministerinnen und Jugendminister der 27 EU-Mitgliedstaaten zusammen. Zum Europäischen Pakt wurden Kernbotschaften formuliert, außerdem ging es um die Zukunftsperspektiven der europäischen Jugendpolitik.

"In der EU leben circa 75 Millionen Jugendliche. Diese jungen Menschen unterscheiden sich zwar in vielen Dingen, haben jedoch eines gemeinsam: den Wunsch nach einem selbstbestimmten und eigenverantwortlichen Leben", sagte von der Leyen zum Auftakt der Sitzung. "Europäische Jugendpolitik kann dazu beitragen, dass dieser Wunsch für alle Realität wird."

Auf der Agenda standen die soziale und berufliche Integration junger Menschen sowie die weitere Umsetzung des Europäischen Pakts für die Jugend. Dazu legten die Ministerinnen und Minister Schlüsselbotschaften zum Europäischen Pakt für die Jugend vor, die an den Frühjahrsgipfel weitergeleitet werden sollen. "Maßnahmen von der Stange helfen in der Regel nicht", unterstrich die Bundesjugendministerin in ihrer Eröffnungsrede, "wir müssen bei den Jugendlichen und ihren individuellen Stärken und Schwächen ansetzen und dann gemeinsam die jeweils nächsten Schritte überlegen." Dabei müssen nach Überzeugung des EU-Ministerrates Schulen, Behörden, Vereine und Initiativen vor Ort zusammenarbeiten.

Daneben diskutierten die Ministerinnen und Minister auch über die Zukunft der europäischen Jugendpolitik. Deutschland möchte - im Rahmen der Teampräsidentschaft mit Portugal und Slowenien - mit der Debatte einen Anstoß geben für eine stärkere Sichtbarkeit und Schlagkraft der europäischen Zusammenarbeit im Jugendbereich. "Europäische Jugendpolitik hat eine anwaltliche Funktion", so von der Leyen. "Sie muss überall mitreden, wo immer auf europäischer Ebene Entscheidungen getroffen werden, die den Alltag und die Zukunft junger Menschen betreffen." Die Ministerin betonte, dass Jugendpolitik eine "Mehr-Ebenen-Politik" sei, wobei aus Sicht der deutschen Präsidentschaft die "Europäische Dimension" noch gestärkt werden müsse.

Die Sitzung wurde erstmals auch für die Öffentlichkeit aufgezeichnet und kann als Video-Stream im Internet abgerufen werden.

Die relevanten Meldungen im Einzelnen:

  • Kernbotschaften zum Europäischen Pakt für die Jugend (Die Meldung im Einzelnen)
  • Im Team geht's besser: Mehr Stimmigkeit, Effizienz und Außenwirkung für die europäische Jugendpolitik (Die Meldung im Einzelnen)

[ Quelle:Rat der EU, BMFSFJ | 19.02.2007

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