Bundesregierung will Pakt für die Jugend nutzen, um jungen Menschen den Zugang zur Arbeit zu erleichtern
Der Rat der EU (Bildung, Jugend und Kultur) hat sich 23. Februar auf den jugendpolitischen Beitrag für die Frühjahrstagung der EU-Regierungschefs zur Umsetzung des Europäischen Pakts für die Jugend geeinigt. So sollen noch größere Anstrengungen unternommen werden, alle Politikbereiche, die junge Menschen betreffen, miteinander zu vernetzen.
Der deutsche Delegationsleiter, der Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Gerd Hoofe, erklärte: "Die Bundesregierung will den Europäischen Pakt für die Jugend nutzen, um jungen Menschen den Zugang zu Arbeit zu erleichtern. Wichtigstes gemeinsames Ziel ist es, mehr junge Menschen in Ausbildung und Arbeit zu bringen. Dabei dürfen wir keinen zurücklassen und müssen versuchen, jeden individuell zu fördern. Die Bundesregierung begrüßt daher die Schlussfolgerungen des Rates über die Umsetzung des Paktes in allen Punkten."
Klargestellt wurde dabei auch, dass sowohl die Mitgliedsländer als auch die EU-Kommission den Pakt als Teil der Leitlinien für die Umsetzung der erneuerten Lissabon-Strategie sichtbarer machen müssen, um eine vergleichende Überwachung der erzielten Fortschritte zu erleichtern.
Außerdem scheint es nötig, dass der Rat seine Aufforderung an die Kommission und die Mitgliedstaaten nach Einbeziehung der jungen Menschen und der Jugendorganisationen in die Umsetzung des Europäischen Pakts auf allen Ebenen, weiter bekräftigen muss.
Auf der Tagesordnung der Sitzung stand außerdem ein Gedankenaustausch der TeilnehmerInnen über die Mitteilung der Kommission für die Frühjahrstagung des Europäischen Rates mit dem Titel "Jetzt aufs Tempo drücken - Die neue Partnerschaft für Wachstum und Arbeitsplätze". Diese Mitteilung ist der erste Sachstandsbericht der Kommission an den Rat zum Stand der erneuerten Lissabon-Strategie. Der Europäische Pakt für die Jugend bildet einen wichtigen Teil der jugendrelevanten Leitlinien für die Umsetzung der neu belebten Strategie.
Auch die Bildungsminister hatten sich am 23. Februar 2006 in Brüssel getroffen. Dabei wurde unter anderem der Gemeinsame Zwischenbericht 2006 des Rates und der Kommission über die Fortschritte im Rahmen des Arbeitsprogramms "Allgemeine und berufliche Bildung 2010" sowie der Vorschlag für eine Empfehlung des Europäischen Parlaments und des Rates zu Schlüsselkompetenzen für Lebenslanges Lernen diskutiert (siehe auch Meldung zum Thema).
www.jugendpolitikineuropa.de wird Sie in den nächsten Tagen noch detailliert über die jeweiligen Dokumente informieren.
[ Quelle:EU-Kommission, Pressemitteilung Nr. 14 des BMFSFJ | 27.02.2006 ]
